— 48— die, fruͤherhin von feindſeligen Partheien zer⸗ riſſene, ſpaniſche Nation, vereinigte ſich nun⸗ mehr in eine Maſſe, und entwickelte einen großen und edlen Charakter.
Das Gewand des Ruhms,— aͤhnlich einem mit Blut und Koth beſpritzten Prunk⸗ kleide,— bedeckt zuweilen abſcheuliche Gebre⸗ chen. Man muß es zur Ehre und zur Schan⸗ de der beiden damals feindlichen, jetzt ver⸗ ſohnten und einander wuͤrdigen Nationen ſa⸗ gen, daß große Thaten aus ihnen hervorgin⸗ gen. Als die ruhmſuchenden und begeiſterten franzoſiſchen Krieger ſich zuerſt auf Iberiens Gefilden zeigten, erregten die jungen Tapferen, die ſich eben ſo ſehr durch Herzensguͤte als durch bewaͤhrten Muth auszeichneten, allgemei⸗ ne Bewunderung. Man ſah, wie ſie ſich ohne Schmerz aus den Armen des Vergnuͤgens und der Wolluſt losriſſen, um in die des Sieges und des Todes zu eilen. Die Tapferkeit, die gefaͤlligen Sitten, die Geiſtesgaben die ſie zeig⸗ ten, kaͤmpften an ihrer Seite, und beſiegten oft die vorurtheilsvollſten Menſchen. Aber dieſe Täuſchung verſchwand nach der erſten Niederlage. Nachdem der Zauber einmal ge


