ſeine Anſichten ſeiner Gemahlin keinesweges, und dieſe, aufgebracht uͤber ſeine kleinliche Denkungsart, und uͤberzeugt, daß er nicht zum Herrſcher geboren ſey, gab es auf, ihm ein Ziel vorzuſtecken, das er weder erreichen konn— te, noch wollte. Von nun an betrachtete ſie ihn blos als den lenkſamen Vollſtrecker ihrer haͤuslichen Befehle, belaſtete ihn mit dem vol— len Gewichte ihres Hochmuthes und ihrer Herrſchſucht, und konzentrirte ihre ſtolzen Rei⸗ gungen auf Don Francisco de Jaffra, die ein⸗ zige Frucht dieſer mißrathenen Ehe.
Unter den haͤufigen Vorwuͤrfen, welche die Marquiſin ihrem Gemahl taͤglich machte, ſtand einer an der Spitze, den ſie faſt ſtuͤndlich und jedesmal mit groͤßerer Bitterkeit wieder⸗ holte. Die Herzogswuͤrde, welche ihr Großva⸗ ter ihr beſtimmt hatte, war auf einen andern Zweig der Familie von Mendoqa uͤbergegangen, und nur unter dieſer Bedingung war ihre Verbindung mit dem Grafen d'Arenis del Mar von der Famitie zu erlangen geweſen. Von einem unbeugſamen Willen beſeelt, und bereitwillig jedes Opfer zu bringen um dieſen zu befriedigen, war ihr in den Sinn gekom⸗


