Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1822)
Entstehung
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ab, um Empfindungen zu theilen, die nur wohlwollende, biedere Herzen begluͤcken.

Entzuͤckt, das Geſtaͤndniß des Grafen er⸗ langt zu haben, ehe ſie ihn noch mit ihren Geſinnungen bekannt gemacht hatte, eilte Don⸗ na Pepita ſein Feuer zu mäßigen, indem ſie den wuͤrdevollen Ton, der ſie ſelten verließ, wieder annahm. Sie ſtellte ſich erſchrocken uͤber den Weg, auf welchem die Leidenſchaft ſie fortgeriſſen hatte. Der Graf, ſagte ſie, habe dasjenige errathen, was die Ehre ihr ge⸗ biete, vor der Welt verborgen zu halten. Wie koͤnne ſie, von nun an, vor Don Joſeph ohne Schamroͤthe erſcheinen? Wie ihre Hand ei⸗ nem Gatten reichen, den ihr Herz verrathe? Wie ihm vor dem Altar Treue geloben, wenn ein unwiderſtehlicher Hang ſie zu einem andern Gegenſtand ziehe? Sie fuͤhle weder den Muth wortbruͤchig zu werden, noch den, Wi⸗ derſtund zu leiſten. Es mangele ihr ein Be⸗ ſchuͤtzer, und es bleibe ihr kein anderer Aus weg, als in eine Wuͤſte zu fliehen: ihre ſchoͤnen Tage waͤren dahin! Einige Thraͤ⸗ nen vollendeten den Sieg uͤber ein Herz, das ſich nur allzuwillig ſelbſt taͤuſchte.