Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1822)
Entstehung
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von ihr erſehnte Geſtaͤndniß ſeiner Liebe von ſeinen Lippen zu vernehmen.

Der Graf gerieth in das hoͤchſte Erſtau⸗ nen, als eine Abgeſandte der Sennora, Men⸗ doqa vor ihm erſchien, und ihn bat, ihr ſchleu nig und heimlich zu dem Pallaſt ihrer Gebie⸗ terin zu folgen. Im erſten Augenblick wollte er dieſe Zuſammenkunft ablehnen, die, wie er glaubte, nur den Zweck habe, ihn zum Zeugen des Gluͤcks des Marquis von Pombal zu ma⸗ chen, und ſeine eigenen Hoffnungen, im Fall er deren noch hegen ſollte, auf eine hoͤfliche Weiſe zu vernichten. Rach etwas reiflicherem Nachdenken hielt er jedoch dafuͤr, die junge Marquiſin fuͤrchte vielleicht die Eiferſucht ihres vortugieſiſchen Verlobten, und verlange daher aus dem eigenen Munde des Grafen zu hoͤ⸗ ren, daß ſeine Neigung fuͤr ſie erloſchen ſey. Von dieſem Gedanken ergriffen, entſchloß er ſich ſogleich, ihr den begehrten letzten Beweis ſeiner Achtung zu zollen; auch rechnete er zu gleicher Zeit auf den ehrenvollen Charakter ſei⸗ nes glucklichen Nebenbuhlers, und hoffte, daß die⸗ ſer ihm entweder achtungsvollen Dank ſagen muͤſſe, oder ihm die Rechtfertigung nicht verſagen würde,