Ihre ſtolze Seele empoͤrte ſich gegen den Ge⸗ danken an Abhaͤngigkeit. Sie begehrte einen Gemahl, der ihren Befehlen gehorche, und ſich ihrem Willen unterwerfe. Nun ging Donna Pepita zu Vergleichungen zwiſchen dem Grafen del Mar und dem Marquis von Pombal uͤber, die nicht vortheilhaft fuͤr den letzteren ausfielen. Ge⸗ kraͤnkt uͤber die freiwillige Entfernung des Gra⸗ fen, und mehr von uͤbertriebener Eigenliebe, als von wahrer Neigung angereizt, wiederholte ſie ſich, mit den glaͤnzenden Farben der Erin⸗ nerung geſchmuͤckt, jeden Umſtand, der ihn an ihre Seite fuͤhrte; ſeine feinen Sitten, ſei⸗ nen guten Geſchmack, ſeinen Witz und ſeine zarte Beſcheidenheit. Sie entſann ſich der Melancholie die ſo oft ſein Geſicht verdunkelte, und ihrer eigenen Zuvorkommenheiten.— Die Verwirrung, in welche der Graf auf jenem Ball gerieth, an dem ſie ihn mit allen Kuͤn⸗ ſten der Verfuͤhrung, mit allen ihren Reizen, an ſich zu ketten ſuchte, war ihr damals nur wenig aufgefallen: jetzt aber gedachte ſie deſ⸗ ſen aufs neue, und erſtaunte, daß ſie nicht gleich die Leidenſchaft des Grafen fuͤr ſie, die ſich ſo deutlich in dieſer Verwirrung ausſprach,
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