Gegenwart leicht uͤber den plotzlichen Entſchluß zu ſcherzen, den einer ihrer Anbeter gefaßt habe, ſich in eine Wuͤſte zu begeben, um dort von der Ruͤckerinnerung an die erſten Gunſt⸗ bezeigungen ſeiner Schoͤnen zu leben, wie einſt
Renaud von Montauban, der Liebhaber der
ſproͤden Angelika*).
Dieſer Scherz verfehlte jedoch ſeinen Zweck, und erregte Donna Pepitas Unwillen. Ob man ihr zwar den Don Joſeph als ihren kuͤnftigen Gatten vorgeſtellt hatte, oder noch wahrſcheinlicher, weil man ihn dazu beſtimmt hatte, ſo empoͤrte ſich eben aus die⸗ ſer urſache ihr Stolz deſto mehr gegen ihn, und es kraͤnkte ſie, daß er ſich erkuͤhnte, in die Tiefen ihres Herzens blicken zu wollen. Ohne daran zu denken, daß dem Marquis die Verſuche, welche ſie auf das Herz des Grafen machte, gaͤnzlich unbekannt waren, glaubte ſie vielmehr, es liege ein abſichtlicher Spott in ſeinem unbedeutenden Scherz. Nunmehr ließ
*) Aus dem Gedicht des Bojardo, der verliebte Roland, welches dem raſenden Roland des Arioſts voranging⸗


