Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1822)
Entstehung
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weder Schoͤnheit, noch Witz, noch Grazie, zu ſchuͤtzen vermochten.

Der Graf war nahe daran ſeiner Ver zweiflung zu unterliegen, fand es aber noth⸗ wendig, ihr, aus Liebe zu ſeinen Kindern, zu widerſtehen. Er verdiente es in der That nicht, daß ſeine Gattin ihn ſo treulos verließ. Seine Freunde tadelten ſeine Schwaͤche, be⸗ klagten aber auch ſein Ungluͤck, und leiſteten ihm thaͤtigen Beiſtand. Seine ſaͤmmtlichen

Guͤter waren verpfaͤndet, und wurden zur Be⸗

friedigung ſeiner Glaͤubiger verkauft: doch wußte man ihm noch eine bei Manreſa gele⸗ gene Beſitzung zu erhalten, deren Einkuͤnfte zur Erziehung der beiden Sproͤßlinge ſeiner beklagenswerthen Heirath hinreichten. In dieſem Landhaus endete die, von ihrem Ver⸗ fuͤhrer verlaſſene, Graͤfin d'Arenis del Mar, zu den Fuͤßen ihres durch Reue verſoͤhnten Gemahls, ihr trauriges, mit Schmach bedeck⸗ tes Leben. Er verzieh ihr vollkommen, und druͤckte ihre Augen mit dem tiefſten Gefuͤhl

des Schmerzes zu. Der Ungluͤckliche liebte ſie

noch immer. Nachdem er ſeiner Gattin den letzten Dienſt geleiſtet hatte, eilte er, einen

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