nen. Ich liebe, ich achte Sie, beßter Vater; ich wuͤn ſchte Ihren Willen zu befolgen; aber zwingen Sie mich nicht das Leben zu verab⸗ ſcheuen!“
Auf dieſe Weiſe widerſtand Almaide dem Willen ihres Vaters. Erſtaunt uͤber ihre Fe⸗ ſtigkeit, beſtuͤrmt von ſeiner Zaͤrtlichkeit fuͤr ſie, und dennoch unbeugſam in ſeinen Entſchluͤſ⸗ ſen, bewilligte er ihr endlich die einzige, trau— rige Gnade um die ſie flehte; die, in ein Kloſter gehen zu duͤrfen. Vielleicht hoffte er, das langweilige Kloſterleben wuͤrde bald eine Flamme ausloͤſchen, der ſich bis jetzt noch nichts entgegen geſetzt hatte. Um leichter zu dieſem Zwecke zu gelangen, waͤhlte er das von jeder Stadt entfernteſte, und in der wildeſten Gegend gelegene Kloſter der Kapuzinerinnen des Thals von Mont⸗Serrat. Seine Ge⸗ ſchenke gewannen ihm bald die Einwilligung der Oberin eines Zufluchtsortes, der ſich nur durch die Almoſen frommer Seelen erhielt. Almaibe wurde mit der Dankbarkeit aufgenom⸗ men, die man ihr als Wohlthäterin der Stif⸗ tung ſchuldig zu ſeyn glaubte, und mit dem
ich will ſie an den Fuͤßen der Altaͤre bewei⸗


