— 12—
gearteten mauriſchen Stamm verbannen. Aber ich uͤberlegte dieſes nicht. Mir ſchien ſelbſt das Aergſte moͤglich, und in der Reihe von Mißgeſchicken, die mich ſeit kurzem ſo ſehr niederbeugten, ſah ich als das letzte und ſchlimmſte, das Ungluͤck an, durch Bande des Blutes einem Haͤuptling des verachtetſten Vol⸗ kes auf Erden anzugehoͤren. Nach der zweifel⸗ haften Lage, in welcher ich mich befand⸗ konnte ich eben ſowohl von den veraͤchtlichſten Eltern abſtammen, als von den erlauchteſten. Die Unterwuͤrfigkeit des alten Schaͤfers, ſeine zweideutigen Reden und ſeine eigennuͤtzigen Wuͤnſche, ſchienen mir Licht zu geben, und drangen wie ein vergifteter Dolch in mein
Herz.
Mein Fuͤhrer war weit entfernt, die Wunde, die er mir geſchlagen hatte, voraus⸗ zuſehen, da er die Urſache derſelben nicht kannte. Aber er blickte mich aufmerkſam an, und nahm meine Geſichtsveraͤnderung wahr, die er auf Rechnung meines Unwillens, uͤber die Rolle, welche er mich ſpielen ließ, ſetzte⸗ Er eilte daher, mich von meinen Qualen zu
Don Manuel. Erſter Theil. 9


