noch an die Geſellſchaft geknuͤpft iſt. Die Zu⸗ vorkommenheiten des Sennor Valdes ließen bald nach. Ich trachtete nur nach Einſam⸗ keit. Meine Seele hatte alle Schnellkraft ver⸗ loren, und nichts trug dazu bei, mich aus meiner tiefen Betruͤbniß zu ziehen. Muͤde ein Leben zu fuͤhren, das ſo traurige Ausſich⸗ ten darbot, ſuchte ich die einſamſten Orte auf, ſetzte mich an die Ufer eines Bachs, deſſen einfoͤrmigen Lauf meine Blicke langſam be⸗ gleiteten, ohne Kraft neue Thraͤnen zu vergie⸗ ßen, ohne Geiſtesſtaͤrke um die Tiefe des Ab⸗ grundes zu ergruͤnden, zu dem mich mein Schickſal hinriß, ob der Vergangenheit er⸗ ſchrocken, und bebend uͤber die geheime Stim⸗ me, die mir noch immer Almaidens Namen zurief.
Es wuͤrde beinahe unmöglich geweſen ſeyn, dieſem gewaltſamen Zuſtand lange zu widerſtehen. Mit einer geheimen Freude fuͤhlte ich die Veraͤnderung meines ganzen Weſens, und rief, mit Inbrunſt, den Augenblick her⸗ * bei, der meine Leiden enden wuͤrde. Eines Abends, als ich langſam nach der Stadt zu⸗ ruͤckkehrte, ging ein Unbekannter dicht an mir


