Teil eines Werkes 
Erster Theil (1822)
Entstehung
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dein Ritter, ich wie der zaͤrtlichſte der Bruͤder, wie der eiferſuͤchtigſte auf das Gluͤck ſeiner lie⸗ benswuͤrdigen Schweſter.“

„Nein, nein, ich wuͤrde ihn nie anneh⸗ men,“ erwiederte dann Almaide.„Alle Maͤn⸗ ner ſind boͤsartig, nur dich Manuel halte ich fuͤr gut, fuͤr empfindſam. Du lachſt und weinſt mit mir; du biſt freudig, wenn ich mich freue, du biſt ernſthaft, wenn ich dich bitte ernſt zu ſeyn; du willſt immer was ich will. Ich bitte dich, nur dieſen Ritter nicht aufzuſuchen, denn ich koͤnnte ihn nur haſſen; ja ich haſſe ihn ſchon jetzt.“

Die zaͤrtliche Anhaͤnglichkeit, welche meine Schweſter mir bewies, entwickelte und verdop⸗ pelte die meinige. Ich konnte mich nicht mehr von ihr trennen. Mit Widerwillen nur ver⸗ nahm ich den Seigerſchlag, der mich zu den Lehrſtunden rief. Aber mit welchen freudigen Genuͤſſen wurden dieſe langen Stunden von Abweſenheit bei meiner Ruͤckkehr belohnt! Ich fuͤhlte mich ein ganz anderer Menſch. Mein Frohſinn war unerſchoͤpflich. Ein Blick mei⸗ ner ſuͤßen Schweſter ſchuf gleichſam eine neue Seele in mir, eben ſo rein, aber ſchwaͤrmeri⸗