Teil eines Werkes 
Erster Theil (1822)
Entstehung
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— Sie ſchmaͤlte mich aus,— ich demuͤthigte mich vor meiner liebenswuͤrdigen Schweſter, und ein fuͤßer Kuß trocknete die Thraͤnen, welche ihr die Furcht auspreßte. Ich ſchoͤpfte mein Schick⸗ ſal aus ihren Augen. Gluͤcklich, ſie nur zu hoͤ⸗ ren, ſie anzuſehen, ihr zuzulaͤcheln, ſie zu be⸗ wundern, ſchon durch ihre bloße Gegenwart gluͤcklich, uͤberließ ich mich dem Zauber, der mich fortriß, ohne vorauszuſehen, daß eine an⸗ dere als die Geſchwiſterliebe exiſtire. Auf dieſe Weiſe naͤhrte ich, mit der Sicherheit der Un— ſchuld, den Keim der feurigſten Leidenſchaft.

Nur darauf denkend, Almaiden zu gefal— len, entſagte ich fruͤhzeitig allen kindiſchen Spielen. Unter ihren Augen, und durch ihre Lobſpruͤche ermuntert, verſuchte ich die Schwie⸗ rigkeiten zu uͤberwinden, mit denen die Wiſſen⸗ ſchaften umbornt ſind. So von Almaiden er⸗ muntert, hoffte ich, den Gipfel des Wiſſens und des Ruhms zu erklimmen. Und welche neue Quelle von Gluͤck eroͤffnete ſich mir da⸗ durch, daß meine ſitzende Lebensweiſe mich nun faſt beſtaͤndig in ihrer Nahe hielt! Ein Lä⸗ cheln, eine unſchuldige Liebkoſung waren mein

Lohn, und dann liehen wir uns in lange und