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zu einer demuͤthigen Bitte verſtehe, mir ſeine Tochter zum Weibe zu geben?
Rudolph. Davon kann nie die Rede ſeyn, da ſie ſeit laͤnger als Jahresfriſt die Verlobte des Ritters Walther iſt.
Hugo. Immerhin mäg ſie die bis jetzt geweſen ſehn. Schon manche Dirne, die an Einen verlobt war, iſt kurz vor der Hochzeit doch noch einem Andern geworden.
Rudolph. Das wird bei dieſer Ver⸗ bindung nie, nie ſtatt finden; das edle Fraͤulein trägt bereits ſo lange ſchon den Mann ihrer Wahl in ihrem treuen Herzen.
Hugo. Moͤge ſie ihn hinausſtoßen und mich dafur einziehen laſſen.
Rudolph(mnt unwillech. Wie koͤnnt Ihr, Herr Ritter, von einer liebenden Braut dieß erwarten?—
Hugb. Warum nicht? Solch Dirnen⸗ gezier verliert ſich mit der Zeit. Sie kann hier auf meinet Bürg, wenn auch anfungs mit einiger Mähe, ſich beſtreben, ihren
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