Teil eines Werkes 
2. Theil (1841)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

12

Verwunderung, daß er weder von einem Briefe, viel weniger von einem Raͤuber⸗ uͤberfall etwas wiſſe. In dem Augenblicke wußte ich nicht, was ich davon denken ſollte, erfuhr es aber zu meinen Entſetzen bald hinterher, indem einer meiner Knappen mit Schweiß bedeckt angeſprengt kam, und die wyreckliche Kunde brachte, daß Adelheid ploͤtzlich geraubt ſey. Faſt alle Sinne ver⸗

gingen mir, ich war meiner ſelbſt nicht

maͤchtig. Nachdem ich mich etwas wieder

ermannt, ſagte ich meinem Freunde, der

hoͤchſt erſtaunt uͤber dieſen Vorfall war, Valet, und jagte eiligſt mit meinen Reiſigen wieder zuruͤck. Kaum in meiner Schloßburg angekommen, erfuhr ich, wer der verruchte Raͤuber meiner Tochter ſey. Ungeſaͤumt ging es jetzt mit meinen geſammten Dienſt⸗ leuten nach des Buben Veſte, und ich for⸗ derte ihn auf, meine Tochter mir ſogleich auszuliefern, wenn ich ſein verfluchtes Raub⸗ neſt nicht den Flammen opfern und ihn