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perlten ihm dabei uͤber die blaſſen Wangen. Sein Pfleger, der Ritter Bodo, trat auch ins Gemach, und begruͤßte ſeinen theuren Walther mit einem traurig⸗ernſten Geſicht. Anfänglich war dieß Walthern nicht auf⸗ fallend, weil ſeine Gedanken und ſein ſehn⸗ liches Verlangen nur dahin gingen, die angebetete Geliebte zu umarmen. Endlich aber, verwundert, daß beide Ritter keine Fragen, kein frohes Willkommen aͤußerten, fragte er von Sehnſucht uͤberwaͤltigt:„Wo iſt denn meine theuerſte Adelheid, liebſter Vater?“
Wie zum Gebet faltete der Graf die Haͤnde und hob ſie ringend empor; eine
Antwort zu geben, ließ ſein Schmerzgefuhl
in dieſem Augenblick nicht zuz nur ein tie⸗ fer Seufzer entquoll ſeiner Bruſt. Nun erſt drängten ſich plotzliche Ahnungen in Walthers Bruſt; erwartungsvoll und heftig fragte er nochmals:„Vater! wo iſt meine. Adelheid?“—


