den grünen Bäumen, vergoldet vom Morgenſonnenlicht — noch einmal den ſeinigen. Sein Herz iſt voll von Andacht, wie an einem Feiertage, nun, wo der ſtarke und heilige Schall der Orgel, gemiſcht mit den Klängen des Schlußchorals aus den geöffneten Thüren der Kirche ſtrömt und fern verhallt in der ſonnigen Tiefe und an den bläulichen Bergen des Lahnthals. Und eine Em⸗ pfindung ergreift ihn, nun wo er gefolgt von den Hoch⸗ zeitsgäſten Walter'n gehn ſieht und an ſeiner Seite Gertrud, in ihrem weißen Kleide und ihrem grünen Kranze, gleich einem Engel— eine Empfindung, als ob er der Vorſehung danken müſſe, daß ſie zuweilen noch ihre Engel entſendet, um Diejenigen, welche ſich verirrt hatten auf den Wegen des Lebens, zurückzuführen zu der verlorenen Hetmath!
Ende der Straßenſängerin von London.


