welchen wir ein Stück unſres Lebens gelebt haben; wir laſſen Etwas von uns ſelbſt und unſrer Vergangenheit auf denſelben zurück.
Endlich, nach einer Wanderung durch enge, tiefe und menſchenleere Straßen, in denen ihre Tritte dumpf wie⸗ derhallten, waren die beiden nächtlichen Wanderer an ihrem Ziele angekommen. Sie ſtanden auf Tower⸗Hill. Hinter ihnen in die Nacht empor ragten die grauen, uralten Thürme des Caſtells hinter Gräben und hohen Wällen; und vor ihnen in das Dunkel der Themſe und 5 zu den verſchlungenen Gängen der Lagerhäuſer am 3 Waſſer hinunter führte eine finſtere Straße, aus welcher hier und da Geſtalten emporhuſchten, als ſie den Fuß⸗ tritt der beiden Nahenden vernahmen.. Männer vom Waſſer, welche hier bei Tag und Nacht auf dem feuch⸗ ten Straßenpflaſter lungern, zu einem kurzen Schlafe einkehrend unter die hölzernen Vorbögen und das faule Stroh der Lagerſchuppen und aufgeweckt durch die lei⸗ ſeſte Hoffnung von Verdienſt oder Raub.
Dicht am Themſeufer, an einer Treppe lag ein Bootsmann in ſeinem Fahrzeug, welches von zwanzig oder dreißig andern umgeben, auf dem Waſſer ſchaukelte. Dumpf rauſchte das Waſſer vorüber und aus der Dun⸗ kelheit deſſelben leuchteten die bunten Lampen der anker⸗ feſten Schiffe, wie bunte, aber geheimnißvolle Märchen⸗ ſterne. Die kühlere und bewegtere Luft des Waſſers wehte die beiden Wa nderer an, als ſie Haltmachten, um den Bootsmann zu wecken.
„Holla, ho! Wo liegt der Dampfer, welcher j Hamburg fährt?“*.


