ner Irrfahrt wieder vertauſcht gegen die Pfänder, welche — für Andere ſtumm— mit ihm die Sprache der Heimath und der Treue redeten; und glücklicher, als er je geweſen, war er nun, als er dieſe Sprache wieder vernahm und— verſtand! Aber die Silberſtücke, welche ſich noch von damals in dem ſeidenen Beutel befanden, wollte er nicht behalten. Er ſchüttelte ſie auf den Tiſch und ſagte:„Gebt ſie den Armen, wenn Ihr ſie nicht annehmen mögt. Ich kehre jetzt zur Heimath zurück, und habe genug, um dorthin zu gelangen; mitbringen aus der Fremde will ich davon Nichts!“
„So rreiſt denn mit Gott!“ ſagte der alte Mann, nachdem er ſich herzlich von Walter verabſchiedet, und dieſer mit Franz Michel das Zimmer verlaſſen hatte; wobei der Obergehülfe, welcher noch immer, von Zeit zu Zeit, verdrießlich brummte, die Bemerkung nicht un⸗ terdrücken konnte, daß die Chriſten thörichte Menſchen ſeien, wenn es ſich um Geldſachen handle, und daß er ſeinen Herrn, den Captain, nicht wieder erkenne, wenn er Schlafrock und Pantoffeln anhabe.—
Dieſer aber ſtand noch eine Weile in der Thür ſeines Hauſes, den Beiden nachſehend, welche ſich in der Dämmerung von Pettycvat⸗lane verloren,— Franz Mi⸗ chel ſeine Lieblingsmelodie aus der„Traviata“ pfeifend und Walter Grün ſeine Violine an ſich preſſend, als fürchte er, ſich noch einmal von ihr trennen zu müſſen. Arm, wie er gekommen, verließ er dieſe Stadt des Reichthums und der Pracht; er brachte Nichts daraus zurück, was er nicht mit dahin gebracht hatte. Aber glücklich Diejenigen, aus dem Strudel der Welt


