gedenken, in welchen wir zuerſt flohen um zu träumen, und darauf, um zu vergeſſen, wie nichtig dieſe Träume geweſen. Wir ſehen dieſe ſchönen und traurigen Ge⸗ ſchöpfe wieder auf und nieder wandeln— dieſe Som⸗ nambülen der modernen Geſellſchaft, lächelnd für den⸗ jenigen nur, der ſie zum erſtenmale ſieht. Wir ſuchen aufs Neue ihre Geſchichte zu leſen von dieſen Stirnen, welche ſo bleich ſind, und aus dieſen Augen, welche ſo ſchlaftrunken leuchten— ach, eine Geſchichte von troſt⸗ loſer Monotonie, und ein Roman, der zuweilen mit einem Irrthum anfängt und immer mit einem Uebermaß von Elend, beides, der Seele und des Leibes, endet. Wir ſehen ſie ſcherzen und lachen, jetzt, in der Mitte ihres kurzen Glanzes und auf der Höhe ihrer ſekundenlangen Herrlichkeit; wie ſie, Arm in Arm, den Kopf geſchmückt mit abgeblühten Roſen oder falſchen Diamanten, ſtehen bleiben vor einem Herrn, welcher gähnend und rauchend ſſel liegt, wie ſie ſich unwillig abwenden von ern Herrn, der ſie angeredet... wie ſie ein Glas Champagner an die Lippen führen... wie ſie ein Stück Eis aus dem Kühlbecher nehmen und es in den heißen Händen halten, bis es langſam zergeht... Wir ſehen den Portier wieder, welcher mit Dreimaſter und rothen Kniehoſen und breitem Treſſenfrack und querhän⸗ gendem Hirſchfänger und hohem Stock mit Goldknopf an der Thüre ſteht— ernſt und ſtattlich, als ſtehe er an der Pforte eines Königsſchloſſes. Wir ſehen die beiden Maitres de Dance(M. C.'s, Ceremonienmeiſter nennt ſie das Programm, aber ſie ſind nichts weiter als Tanzmeiſter) und halten ſie für Kammerherren und Hof⸗
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