darin, zuſammengeſetzt aus der Gluth zahlloſer Gasflam⸗ men, dem Parfüm zahlloſer Handſchuhe und Taſchen⸗ tücher und dem ſchweren Niederſchlag von aſiatiſchem Taback. Tiefe Gardinen von dichtem, koſtbarem Stoff umſchließen die Seitenfenſter; türkiſche Teppiche von je⸗ nen bunten Farben des Orients aus Grün und Roth bedecken den Boden der Nebengemächer und eine Däm⸗ merung gedämpften Lichtes, welches aus mattgeſchliffenen Cryſtallſchaalen von den dunkelrothen Wänden herab⸗ ſtrömt, erfüllt dieſen Theil der Räume. Der große Saal in der Mitte jedoch iſt hell von mächtigen Cryſtallkronen, welche an goldenen Schnüren von dem weißen Plafond der Decke herabhängen; er ſtrahlt von hohen Spiegeln in Goldrahmen, welche die Marmorpracht ſeiner Wände und die Reihenfolge ſeiner Götter und Göttinnen unter⸗ brechen, die Erhſtallkugeln, von Licht erfüllt, auf den Händen oder den Schultern tragen; er iſt voll von dem Schalle des Orcheſters, welches teraſſenfö einer mit Carmviſin ausgeſchlagenen Balluſtrade grup⸗ pirt und durch ein zierliches Gitterwerk aus vergoldeten Stäben von dem Saale geſchieden iſt. Ein glänzendes Parquet von Moſaik bedeckt den Boden, und über die glatte Fläche deſſelben rauſchen kleine Füße in Seiden⸗ ſchuhen dahin und leichte Kleider, welche ſich im Fluge des Tanzes bis zum Knöchel emporſchürzen.
O, wie oft haben wir ſelber auf jenem Divan von rothem Sammet geſeſſen, auf welchem jetzt Walter ſich niederläßt— dem dort, unter dem Goldgitter des Or⸗ cheſters. Ein Gefühl von Ueberdruß und Wehmuth er⸗ greift uns, jetzt, wo wir jener Zeit und jenes Raumes


