Teil eines Werkes 
3. Buch (1863)
Entstehung
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hill und Dorking begrenzen, ſo erſcheint dem Fremden, welcher müde iſt von dem Rauſchen des Meeres und voll Erwartung nach der Stadt, plötzlich zur Linken auf ſanftem Hügelhange, von üppigem Grün am Fuße ver⸗ deckt, ein gewaltiges Bauwerk von Glas, in deſſen Kup⸗ peldächern die Sonne flimmert und durch deſſen Wände das Blau des jenſeitigen Himmels ſcheint. Farblos, außer denjenigen Farben, welche ihm das Sonnenlicht und die Transparenz des Himmels verleiht, wie eine ſtumme Geiſterburg über der lärmenden Welt ſieht man dieſes Gebände zur Linken auf ſanftem Hügelhange. Es ſteht zu entfernt, um ſeine einzelnen Theile unterſcheiden zu können. Man erkennt nur ſeine Umriſſe ſeine zarten und majeſtätiſchen Linien, ſeine ſtumme, großar⸗ kige Schönheit ſeine gewaltige Maſſe von Stoff, die in ſchwebende Grazie, und ſeine Helligkeit, welche in das ruhige Weiß des reinen Lichtes gelöſt ſcheint.

Dieſes iſt der Crhſtallpalaſt von Sydenham, welcher auf einem der Außenhügel von London thront, als ein Vorpoſten ſeiner Größe und ein Atzeichen ſeiner Herr⸗ lichkeit.

Alle Handbücher haben den Crhſtallpalaſt von Sy⸗

denham bereits unter die Sehenswürdigkeiten von Lon⸗ don aufgenommen, und kein Fremder, der in dieſe Me⸗ tropolis kömmt, verſäumt daher, demſelben ſeinen Beſuch abzuſtatten. Mehr aber noch, als für die Fremden in London, iſt der Crhſtallpalaſt für die Einheimiſchen ſelbſt ein Wunder und eine Wohlthät; ihn zu beſuchen iſt ein jährlich wiederkehrender Feiertag für viele ehrbare Fa⸗ milien und gern ſchweifen ſie in ſeinen ſtillen, grünen,