„Hier ruhet, während ihre Seelen in Gott ver⸗ einigt ſind, die irdiſche Hülle zweier liebenden Gatten, Franz und Klotilde Hubert's, und ihres Kindleins. An der Stätte, welche die Sonne ihres kurzen Glückes beſchien, ſchlafen ſie nun in ewigem Frieden.“
Dann, wenn die ſtillen Lüftchen durch die Cy⸗
preſſen flüſtern und der ferne Waſſerfall ſein endloſes
elegiſches Lied murmelt, ergreift ein fühlendes Herz wol eine innige Wehmuth und es wird ſich der Ver⸗ gänglichkeit aller irdiſchen Dinge bewußt, und denkt mit einem tiefen Seufzer an das ferne, ferne Hei⸗ matsland und an die verlaſſenen Wohnſtätten aller der Lieben, die auf dem Friedhof ruhen. Und es fragt: wer mochten dieſe Liebenden ſein? und möchte gern mehr von ihnen wiſſen.
Der Landrath benutzte den Winter zu einer Reiſe durch die Sklavenſtaaten. Obwol er den Zuſammen⸗ hang der Dinge nicht genau kannte, reiſte er dennoch durch Charlestziyn, ohne die Familie Caſtleton aufzuſu⸗ chen, denn er wolte nicht an den Verband, rühren, den er mit feſter Hand um ſeine Wunde gezogen. Im Frühling beſuchte er Neuyork und Boſton und verließ das Land, nach Europa zurückzukehren, zwar von einigen Vorurtheilen geheilt, aber doch im Gan⸗ zen pon einſeitigen Eindrücken befangen, und in ſeinen


