mäßig auf die Gerichtsſitzung zu gehen, um den Un⸗ terſuchungen beizuwohnen. Sarah, der ihrer Schwe⸗ ſter leidenſchaftliche Bewegung und ihr ſeltſames Be⸗ tragen nicht entgangen ſein würden, hatte um dieſe Zeit gerade einigen fortgeſetzten Gebetverſammlungen beizuwohnen, die ihre Kirche für ihre Mitglieder als außerordentliche Gnadenmittel alljährlich anzuſetzen pflegte; ſie waren mit verdoppelten häuslichen An⸗ dachtsübungen, wozu auch das Faſten gehörte, verknüpft. So kam Sarah oft nicht einmal zu Tiſch; denn ſie begnügte ſich an ähnlichen Tagen meiſt, um alle fleiſchliche und ſinnliche Aufregungen zu vermeiden, eine Taſſe Thee und ein hartes Biscuit auf ihrem einſamen Zimmer zu ſich zu nehmen. Uebrigens war ſie an Virginiens Launen und Reizbarkeit gewöhnt; was ihr darin jetzt etwa auffiel, durfte ſie nicht zu dem Schluß berechtigen, daß etwas Außerordentliches vorfiel.
Drei peinliche Tage waren auf dieſe Weiſe dahin⸗ geſchlichen, als Klotilde einſt Alonzo, der ausgegangen geweſen war, zu ſein?m Oheim ſagen hörte:„Der Vogel iſt glücklich eingefangen.“
„Was? Atkinſon?“
„Nein, leider nicht der, aber der deutſche Abenteurer,
der den Unterſchiffer verführt hat. Beſſer einer als keiner.“


