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Dieſer bittere Ausbruch eines ungerechten Zornes zeigte Klotilden nur zu deutlich, wie ſehr ſie ihren verehrten Freund durch die Heimlichkeit ihrer Pläne beleidigt und verletzt.
„So Abenteuerliches beabſichtige ich keinesweges“, erwiderte ſie gelaſſen.„Ich denke dort ſo gut Das zu erfüllen, was Ihr deutſchen Männer gern als un⸗ ſere einzige Beſtimmung betrachtet, nämlich als Haus⸗ frau zu ſchaffen und zu wirken— als ich es in mei⸗ nem Vaterlande gekonnt. Ja, wie die Umſtände ein⸗ mal ſich geſtaltet, beſſer, und allein dort. Denn— daß ich es Ihnen nur geſtehe, mein verehrter Freund, Doctor Stellmann und Henriette werden nicht meine einzigen Begleiter ſein— ich bin verlobt.“
Klotilde hielt die Augen feſt auf den Boden ge⸗ heftet, als ſie die letzten Worte ſprach. So ſah ſie es nicht, daß eine Leichenbläſſe des Freundes Antlitz plötzlich überzog, und daß von der ungeheuern An⸗ ſtrengung, den Schmerz, der ihn wie ein Dolchſtich durchfuhr, männlich niederzukämpfen, ein eiskalter Schweiß die edle Stirn bedeckte.
Eine Todtenſtille lag ein paar Minuten. auf dem Zimmer. Endlich ſagte der Landrath mit tonloſer Stimme:„Sprechen Sie weiter!“
„Sie wiſſen, daß von den politiſchen Gefangenen,


