beauftragt und ſollte ſie an der Graͤnze dem Car⸗ dinal von Bourbos und dem Herzog von Infan⸗ tado übergeben. Dieſer Koͤnig beſaß nur Unter⸗ Navarra, weil die Spanier das obere bereits dem Großvater ſeiner Gemahlin entriſſen hatten. Um nun ſeinen Rechten hierauf nichts zu vergeben, weigerte er, den Ort, der Ober⸗ von Unter⸗ Navarra ſchied, fuͤr die wirkliche Graͤnze von Spa⸗ nien anzuerkennen, und forderte von den Depu⸗ tirten eine Erklaͤrung, daß die von ihm geſchehene Uebergabe der Prinzeſſin an dieſem Ort unnach⸗ theilig ſeiner Anſpräche geſchehe. Die Erklärung war zu bedeutend, um ſie ohne beſondern Befehl geben zu können; man mußte nach Madrid ſchrei⸗ ben und die Antwort an Ort und Stelle abwar⸗ ten. Philipp haͤtte wohl gewuͤnſcht, daß der fran⸗ zoſiſche Hof ihm dieſe Verlegenheit geſpart und einem Andern, als dem Navarrer, den Auftrag gegeben haͤtte; aber die Herren von der Guiſe,
welche ſich der unbedingten Leitung der öffentli⸗


