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und ſchrieb, und ſchrieb immer ſo, wie man ſagt, ins Gelach hinein, dann ſich überlegte, was nun wohl mit dem zufällig Entſtandenen zu machen ſei und ſo zuletzt etwas damit machte, geiſtreich genug; denn man muß geſtehn, wenigſtens den Anfang ſeiner Geſchichten giebt ihm der Geiſt ein in unmittelbarer Bewußtloſigkeit, er wahr⸗ ſagt ſie gleichſam, wie die delphiſche Pythia; und erſt zuletzt kommt die leidige Kunſt darüber mit ihren Ab⸗ ſichten und Verflechtungen. Von dieſem meinen berühmten Freunde fühle ich mich nur in ſofern unterſchieden, als bei mir das Schickſal des Schreibenden zugleich das Schickſal des Helden iſt, und als dieſer, wenn er überhaupt ein beach⸗ tenswerthes Loos erduldet, auch befugt iſt, wie das Schick⸗ ſal ſelbſt zu ſchreiben, ſo daß man wohl eine höhere Macht in allem walten ſieht und eine Verſchlingung, die ſich wun⸗ derbar lößt, daß aber davon der Schreibende nichts ahndet und nur in ſeiner Unſchuld alles zeigt. Der Kriegsrath iſt nun der Meinung, dieß ſei eben die Kunſt darin, und beſteht, ſo neu auch die Begebenheiten ſind, hartnäckig auf den Druck. Denn ſagt er, es iſt eine Art modernes Nationalepos, Sie ſelbſt ſind der Odyſſeus dieſer Zeit, der an der Zerſtörung des heutigen Jlion gearbeitet, dafür viel erduldet und endlich den Rauch des heimiſchen Heerdes erblickt. Als ich ihm bemerkte, wie lächerlich er geredet und verglichen hätte, denn welches die verfehmte Feſte, welches meine Schlauheit und welches Achilleus mein Gegenſatz ſei, ließ er mich hart an und ſagte:
Gott gebe Ihnen mehr Bewußtſein über die Zu⸗
ſtände, welche Sie ein andermal darzuſtellen unterneb⸗


