— 440—
Sie dieſelben vollenden, durch den Druck zu veröffent⸗ lichen?
Nein, dazu habe ich ſie nicht beſtimmt, vielmehr ſollten ſie lediglich mir ſelbſt zur Erinnerung an meine letzten Begegniſſe dienen.
Würden Sie aber Jun ein angemeſſenes Honorar zu bewegen ſein, ſie zum T uck zuzubereiten und einem Buchhändler zu überlaſſen?
Ich muß geſtehn, ich önnte verſicht werden, ob⸗ gleich—
Genug, dieſes Geſtändniß reicht vollkommen aus. Für dieſen Fall bin ich befehligt, Ihnen Folgendes zur Durchſicht zu überreichen, um ihm nachher durch ge⸗ richtliche Verhandlung die nöthige Kraft zu verleihen.
Ich las: Als Honorar für die leicht abzuſchließende wirklich und wahrhaft eriſtirende Nobelle, welche den Titel der Novelliſt erhalten dürfte, zahlt der Kriegs⸗ rath von Raben ſein ganzes Vermögen beſtehend in. und zahlbar einen Tag nach ſeinem Tode an den Ver⸗ faſſer, den Doctor Edmund. Zugleich adoptirt er den⸗ ſelben und nimmt ihn hiemit an Sohnes Statt an, um das Recht der Einwirkung auf ſeine dramatiſchen Lei⸗ ſtungen ſich zu erhalten und zu ſichern.
Die Verſammlung war im verſchiedenſten Sinne leb⸗ haft bewegt, als dieſes Inſtrument verleſen wurde. Der Kriegsrath drang auf die Polſchung; man voll⸗ zog es.
Darauf erhob er ſich, und wendete ſich mit ſeiner noch nicht abgelegten Amtsmiene an den Geheimen Rath:


