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Der Novellist : eine Geschichte in 8 Dutzend Denkzetteln aus dem Taschenbuche des Helden / herausgegeben von Arnold Ruge
Entstehung
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Dies Gedicht wurde der verſammelten Curia vor⸗ gelegt, worauf ein heftiger Streit darüber entſtand, ob es einen gültigen Schluß auf den Verfaſſer der vorge⸗ fundenen Tragödie zulaſſe oder nicht, bis der Herr Burgemeiſter bemerkte, daß man doch, um dieſe Frage zu entſcheiden, vorher wiſſen müſſe, welchen Sinn und Zuſammenhang unter ſich ſelbſt dieſe zwei Verſe denn eigentlich hätten, ihm ſeines Orts ſchienen ſie nicht un⸗ verfänglich, jedoch ſei es ihm keineswegs ganz klar, was damit geſagt ſein ſollte, und erlaube er ſich daher nicht, voreilig eine Meinung auszuſprechen, die einem wohl⸗ weiſen Rath anſtößig ſcheinen könnte. Es werde ſich auch dies im Laufe der Unterſuchung ergeben. Als hierauf von mehreren Seiten verlangt wurde, man ſolle dieſen Punct ſogleich erledigen, mußte ich zur Erleuch⸗ tung meiner eignen Dunkelheit vor der wohlweiſen Ver⸗ ſammlung erſcheinen. Auf Befragen, was ich mit mei⸗ nem höchſt anzüglichen Gedicht gemeint hätte, und ob namentlich ein wohlweiſer Rath mit jenen beleidigenden Ausdrücken in Verbindung zu bringen ſei, erwiderte ich, daß es anmaßend von mir ſein würde, wenn ich meine eignen Verſe mit erklärenden Anmerkungen begleiten wollte, daß ich füglich dies Geſchäft der gelehrten Nach⸗ welt zu überlaſſen hätte, hier jedoch, ausdrücklich be⸗ fragt, ſo viel bemerken wollte, als nöthig ſei, un jenen ſchweren Verdacht von mir abzuwälzen. Der erſte Vers enthalte Allgemeines über die Ratur der Beglaubigung, der zweite handle von meiner eignen Beglaubigung, und ſollte ja irgend Verfängliches vorkommen, ſo könnte ſich der