———————
—
„Gute Nacht denn!“ endigte Wittgens Be⸗ ſchutzer das Geſpraͤch und verfolgte ſeinem Weg, nachdem beide wieder das Pferd beſtiegen, bald am Fluſſe entläng, bald durch ihn hindurch, Ibis
ſie zu einem Felſen gelangten, der zur Haͤlfte von
ihm umſchloſſen, ſteil aus ſeinen Wellen empor ſtieg. Hier das nehmliche Pfeifen, dieſelbe Frage und Loſung. Ein Raͤuber trat aus den Klippen ihnen ontgegen; und beim Schein einer Blendla⸗ terne gelangten ſie durch dichtes Gebuͤſch an ein Pfahlwerk, deſſen ſchmale Thuͤre dem Roſſe kaum den Eingang geſtättete. Jetzt ſchloſſen knarrend ſchwere Riegel dieſelbe hinter dem Fluͤchtling, er fuͤhlte, das Aſyl ſey ein Kerker, welcher ihn auf immer der Welt entfremdete, und da ihr Fuͤher am Eingange ſorsfaͤltig die Wüchte verloͤſchte, goß die tiefe Finſterniß ein froͤſtelndes Grauen durch ſeine Adern. Herrmann ſchien dieß zu ahnen, denn er ſagte zu ſeinem Gefaͤhrten:„Vorſicht iſt noth! man koͤnnte von den umliegenden Hoͤhen das Licht gewahren, und unſet waͤre dann verrathen.“
Nachdem ſie einen kleinen Hot durchſchritten,
traten ſie in eine niedre, doch geräumige Huͤtte, wo um das lodernde Kaminfeuet ein Theil der


