digt, trocknete er ihm mit Stroh das durchnaͤßte Hagr, und bedeckte es dann ſorgfoͤltig mit eini⸗
gen vorgefundnen Decken. Der Knabe, welcher
ihm gefolgt war, und großes Behegen an dem ſchonen Thiere fand, war ſchon in die Krippe ge⸗
klettert, und warf ihm Heu in die Raufe, da ſein Herr ihn belehrt hatte, daß es erſt nach vol⸗ liger Abkuͤhlung Hafer erhalten duͤrfe. Als alles dieß vollendet, fragte ihn Heinrich— ſo hieß der zwoͤlfjaͤhrige Bruder Mariens: ob er ihm das Schloß zeigen ſoll?— Guͤldenſtern folgte ihm wil⸗ lig, und ſo dnurchſtrichen ſie die langen Zimmer⸗ reihen, wo erbrochnes und zerbrochnes, koſtliches Hausgeraͤth ein Bild der Verwoͤſtung, welches Heinrich vft zu lautem Scheiten gegen die boͤſen Schweden, und ſeinen Begleiter zu einen weh⸗ muͤthigen Laͤcheln zwang, wenn dann der kleine Erbitterte erſchrack, ihm das geſagt zu haben, und ſich bemuͤhte es durch Schmeichelworte vergeſſen zu mächen. So gelangten ſie endlich auch auf das Chor der Kirche, und als Guͤldenſtern hinab ſchaute, gewahrte er Marien betend auf den Stu⸗ fen des Altares. Etwas unbeſchreiblich Ruͤhrendes lag für Guldenſtern in dieſem Anblicke. Die Gräuel⸗ ſeenen dieſer Tage— ſein eignes Thun dabei:


