Bruſt entquoll, ſchien der leiſe Wunſch einer tie⸗ fen Sehnſucht zu ſeyn, aber die Thraͤne in ſei— nem Auge machte ihn zu einem geheimnißvollen Raͤthſel fur denjenigen, welcher ihn gehoͤrt haͤtte. Ohne Antheil fuͤr die weitere Umgebung, vollen⸗ dete er den noch uͤbrigen kurzen Weg, und ſelbſt beim Einritt in die Stadt vermied er ſichtlich, dem Blick von irgend jemand zu begegnen, als ob er fuͤrchtete, ihn dadurch auf ſich zu lenken. Doch war dieß eine vergebliche Sorge. Auch hier hatten ſeine Landesleute Entſetzen verbreitet, und Jedermann ſloh ſchen aus ſeiner Naͤhe, bis end⸗ lich ſein donnerndes Halt! einen Knaben zum Stehen zwang.
„Wem gehoͤrt dieſes Haus?“ fragte er ihn ſanft.
„Dem Stadtſchreiler Mauͤller.“
„Halte mir mein Pferd einige Angenblicke, lieber Junge!“ bat Guͤldenſtern, indem er dem Zitternden den Zuͤgel mit einem Geldßtucke reichte, und die Stiege am Hauſe hinaufſprang.
Verlegen trat der Beſitzer ihm entgegen, und
die von ihrem Spiele aufgeſchreckten Kinder um⸗ faßten, Schutz ſuchend mit furchtſamen Blick auf den Fremden, die Mutter; nur ein Mann blieb
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