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„Wer weiß das 2 erwiederte Guͤldenſern mit unverhaltner Ruͤhrung, und nach einigem Stillſchweigen fuhr er fort:„ Glaubt Ihr an Ahn⸗ ungen? oder vielmehr an das Lautſeyn einer pro⸗ phetiſchen Stimme in unſerm Innern, welche in dem Nebel der Zukunft geſpenſtiſche Schatten hel⸗ vorruft, die uns mit Hoffnung oder Furcht er⸗ fuͤllen?“
„Ich moͤchte den Glauben wenigſtens nicht gut heißen, da in ihm leicht der Keim von Tha⸗ ten liegen konnte, welche die Ahnung zur Wahr⸗ heit machten.
„Nein! nein, Ihr irrt! die That birgt den Keim, und die Zeit bricht die ungepflegte Frucht!
— Doch auf ein fröhlicheres Wiederſehn— Lebt wohl!“ 7
2 Schon ſtand die Sonne hoch, als Guͤldenſteit
über den Schutt des Rondels ritt, um ſein Ver⸗
ſprechen zu löͤſen. Achtlos auf die reizende Ge⸗
gend, welche ſich vor ihm ausbreitete, ſo wie auf
ſein muthiges Roß, uͤberließ er dieſem Zuͤgel und Pd, bis es, vor dem Tetzelßein ſich ſcheuend, ſe Freiheit benutzte, und durch eine micht


