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Wittgens Raubschloß : eine Sage / [August Rublack]
Entstehung
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ſtarrt, und kein Jammer konnte die Geſtorbenen wecken. Schaudernd floh der Krieger das Bild des Entſetzens; Sein Herz zog ihn zu ſeinen neuen Freunden, und alle fand er durch die ih⸗ nen gegebene Schutzwache erhalten. Werner war noch auf dem Rathhauſe, der Kranke aber ſtreckte ihm die Hand zum Willkommen entgegen. Lange betrachtete dieſer ihn, als wolle er durch ſolches Anſchauen recht vertraut mit ihm werden, und die Heiterkeit, welche ſeine leidenden Mienen im⸗

mer mehr verklaͤrte, verrieth Zufriedenheit und Wohlgefallen. Guͤldenſtern, in dem gluͤcklichen

Alter des vollendeten Mannes, von mittler Größe, kraͤftigem, doch in ſchoͤnem Verhaͤltniß geformten,

Gliederbau und gewoͤlbter Bruſt, verrieth den ge⸗

bohrnen, jeder Beſchwerlichkeit trotzbietenden Sol⸗ daten. Die geſcheitelten braunen Haare fielen in langen Locken uͤber die Schultern, ohne die hohe, freie Stirn zu verdecken, unter welcher

dunkle, ſtarke Brauen ein feuriges Augenpaar,

das Muth, Lebensluſt und Gutmuͤthigkeir zugleich ausſprach, uͤberwoͤlbten. Die linke Wange durch⸗

furchte eine tiefe, lange Narbe, deren friſchere

Farbe ſeltſam von der des ſonnverbrannten Ge⸗

ſichtes abſtach, und es entſtellt haben wurde, hätte