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Das Document : eine Familiengeschichte / von R. E. Han
Entstehung
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Dienerin, welche ihre Mutter noch gekannt hatte, bediente ſie mit Speiſen und erzählte ihr viel von dieſer unver⸗ geſſenen, geliebten Frau, deren Bild ſie von der Wand herab anlächelte. Von ihren Verwandten erſchien Nie mand, ſie zu bewillkommnen; ſie waren bei einem Feſte, welches ein junger Gutsnachbar, den Tag ſeiner Mün⸗ digkeit zu ehren, anſtellte.

Bleiben Sie nur ganz ruhig, Fräulein, ſagte die alte Dienerin, welche ſich ſpäter noch einmal blicken ließ;morgen bringe ich Ihnen das Frühſtück und werde Ihnen ſagen, wann Sie der Frau Tante und dem Herrn Oheim vorgeſtellt werden ſollen; jetzt legen Sie ſich ſchlafen und träumen Sie ſüß.

Am andern Morgen erſchien auch die Alte und ſetzte ſich zu ihr, um ihr dies und jenes zu erzählen und ihr beim Ankleiden behülflich zu ſein.

Faſſen Sie nur Muth und ſeien Sie nicht allzu niedergeſchlagen, ſagte die gutmüthige Frau,unſere Herrſchaften lieben die traurigen Geſichter nicht.

Kann ich fröhlich ſein, jetzt, nachdem ich vor kaum einem Monate mein Theuerſtes auf der Welt begraben ſah? erwiderte mit bebender Stimme Hermine.

Weinen Sie im Stillen, Herminchen Sie erlauben einer alten treuen Seele wohl dieſe Benennung im