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Das Document : eine Familiengeschichte / von R. E. Han
Entstehung
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Noch waren Blumen anzubinden, Samen auszu. ſtreuen, die Georginen in die Erde zu legen, hier und da Raupen von den Roſenbäumchen abzunehmen; in dem Umgange mit der Pflanzenwelt verſtrich der Morgen, Hermine war mit ſich zufrieden. Später brachte Ger⸗ trud den Kleinen in den Garten und deckte unter den blühenden Bäumen für ihre Herrin den Tiſch, an wel⸗ chem Mutter und Kind zufrieden ſpeiſten.

So iſt es recht ſagte Gertrud.Der Herr Doe⸗ tor hat mir, bevor er wegging, noch⸗ befohlen, darauf zu ſehen, daß Sie auch das Mittagsmahl nicht verſchmähten;

er ſagte mir, der gute Herr, daß ihm in der Nacht ein.

gefallen ſei, es ſei beſſer, er mache ſein Geſchäft perſön lich ſtatt ſchriftlich ab, und Ihren Schlummer hatte er nicht ſtören wollen. 7

Hermine lächelte. Was konnte ſie jetzt nöch 2 Ande⸗ res empfinden als Liebe und Vertrauen und das unbe⸗ ſchreibliche Glück, welches wir bei der Hoffnung fühlen, daß uns bald der Entfernte, den wir über Alles lieben, wiederkehrt?

Für gewöhnliche Weltmenſchen mochte es vielleicht unbegreiflich ſcheinen, daß ein junges Paar, ſchon über zwei Jahre ohne allen Umgang lebend, ganz auf ſich ſelbſt angewieſen, ſo durch und durch glücklich war, daß es niemals Langeweile oder Sehnſucht nach änderer

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