Teil eines Werkes 
2 (1827)
Entstehung
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jenen nicht Achtung gegeben hatte. Er verſetzte? junger Herr, was haben Sie da? Leodegar, ſo hieß der Knabe, war ſtutzig uͤber die verfaͤngliche Frage und antwortete: ei wir wollen Juwelier ſpielen, lieber Herr Magiſter, das iſt die Kaͤufe⸗ rin, ſie putzt ſich in meinem Laden! Wo haben Sie denn die Brillanten her? zeigen Sie doch! forſchte der Hofmeiſter weiter. Das ſind ja wirkliche gute Steine! das iſt kein Spiel fuͤr Sie! Ach lieber Herr Magiſter, verantwortete ſich Leodegar, ich habe ſie ja gefunden, denken Sie nur, dort oben im Baum ſaß eine Dohle und hatte ſie im Schnabel, da kam eine andere dazu geflogen und zankte ſich mit ihr, huſch! hat⸗ te die Dohle den Schmuck vom Zweige herunter ins Gras geworfen, da hob ich ihn auf! Geben Sie her! gebot der Hofmeiſter. Das ſind ja die Juwelen, zur Agraffe am beſiederten Jagdhut ge⸗ horig, die Seine kurfuͤrſtliche Gnaden aus Ihrem Zimmer heraus vermißt haben! Alſo eine Doh⸗ le iſt der Dieb geweſen, und Kinder ſind die Fin⸗ der wie mäͤhrchenhaft! Die letzten Worte, die ihm in Reimklängen entfloſſen waren, ſchienen den Hofmeiſter mit einmal nachdenklich zu machen und

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