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ſtäubte ein feiner Regen, wie Duft, uͤber den Tul⸗ penbeeten vor dem Saal, der Kurfuͤrſt ſah ſehr heiter hinaus und veranlaßte ſeine Schweſter, die Wildgrafin, Francisca's Mandoline bringen, und dieſe, der Geſellſchaft einige Fruͤhlingslieder hören zu laſſen. Francisca neigte ſich mit reizendem Anſtand gegen den Kurfuͤrſten, indem ſie die ihr liebkoſende Hand kuͤßte. Die Mandoline kam, Francisca ſtimmte, von Mehreren aufgefordert, einige Lieder an, halb luſtig, halb traurig, beides zugleich wie das tiefe, deutſche, alte Herz, dann ſang ſie noch das ſchone Lied von Spee:„Der truͤbe Winter iſt vorbei.“ Nur einige Cavaliers und Damen, in der damalig allerneuſten Tracht von Paris, ſahen ſich an und ſchienen ganz ver⸗ ſteinert, daß man in guter Geſellſchaft noch der⸗ gleichen ſinge, ſie wuͤrden ſich hoͤchſtens ein Schaͤ⸗ ferlied aus Hoffmannswaldau's Zeit haben gefal⸗ len laſſen, ihnen war Racine die einzige Wurzel des Dichterwalds. Nach dem Geſange entfernte ſich der Kurfuͤrſt, die Anweſenden waren zum Spiel wieder beſchieden, und die fruͤhlingsbunt gekleideten Damen warteten bedenklich das Ende des Staubregens ab, um, die geſetzteſten, mit den


