270 ſter ſeyſt; und den Stein„ wozu Du mei⸗ nen Buſen verhaͤrtet haſt, wieder erweicht haͤt⸗ teſt. Allein nicht ohne Abſicht hat mich Gott
in dieſe mitleidsloſe Wuͤſte geſetzt, mein Ge⸗
ſchick iſt mit dem ihrigen verbunden: bei⸗ de vermoͤgen keinen Segen mehr hervorzubrin⸗ Unter dieſen ſtummen Betrachtungen na⸗ hete er ſich endlich dem Abhange des Felſens, wo es ſchien, daß alles Gehen aufhoͤren muͤßte. Er ſchuͤttelte ſchon zweifelnd den Kopf, als er anf einmal bemerkte, daß er ſich, wenn er ein panr Schritte etwa hoͤher aufwaͤrts als der Steg ſelbſt hinaufklimmte, um ein Felſenſtuͤck herum drehen konnte. Er ſtieg unverdroſſen da hinauf, und kaum hat⸗ te er noch wenige Schritte gethan, kaum ei⸗ nige nackte Felſenritzen durchdrungen, als er auf einmal erſchrocken ſtehen blieb. Ein be⸗
zauberndes Tempe, ein irdiſches Paradies lag
vor ihm ausgebreitet, und ſein erſtauntes Herz ward von noch hoͤheren Empfindungen


