Wuth, die eben ſo grenzenlos als ſeine Un⸗ geduld war, womit ſich die immer wachſende Sehnſucht nach ſeinem Weibe in ihrer gan⸗
zen Gewalt vermiſchte. Alles, alles wollte
er thun, um Vinenzo aufzugreifen.
Er ließ aufs neue ſuchen; von der In⸗ ſel konnte er nicht weggekommen ſeyn, denn es wurde gleich darauf geſehen, daß kein Kahn auslaufen durfte; jedes Haus, jede Felſenritze, jedes Geſträuch ward durchſucht, und nicht etwa blos zum Schein, denn Ric⸗ ciardo war uͤberall gegenwaͤrtig; er mißtrauete allen ſeinen Leuten, und ſeine Ungeduld ließ ihm keine Ruhe. Alles war vergebens. Der Greis bot zuletzt ganze Schaͤtze.
„Er muß ſeine Zuflucht,“ ſagte endlich ein alter Bauer, an den er ſich wendete,„zu dem nackten Felſen dort oben genommen ha⸗
ben; dahinter iſt in meiner Jugend eine
gute Jagd geweſen, damals waren auch ein paar Huͤtten dort, vielleicht ſind ſie noch da; allein der Weg dahin iſt zu muͤh⸗


