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noch ſehr ſchwache Bein durchfuhr; er er⸗ vleichte ploͤtzlich und ſchwankte. Holger eilte erſchrocken hinzu, um ihn zu ergreifen. Wol⸗ demar umfaßte ihn raſch mit beiden Armen; und ſo ſtanden ſie beide, ohne zu wiſſen wie, in einer feſten Sh Umarmung um⸗ ſchlungen.
„Kannſt Du mir verzeihen?“ w Holger faſt hervor,„ich hute Dich ſehr ver⸗ kannt.“
„Ich auch Dich,“ rief Woldemar mit ſchwankender Stimme.„Aber nun verkennen wir uns nicht mehr.“
„Nein, beim hoͤchſten Gott 1 nie mehr,“ wiederholte Holger.„Aber nun mußt Du auch meine ganze Schuld kennen; Gott weiß, wie es zugegangen iſt, Woldemar, ich glau⸗ be, ich war nahe daran Dich zu haſſen; al⸗ lein als Du aus dem Fenſter ſprangſt, ſprang meine Seele Dir nach, und all mein Unmuth, mein kindiſcher Neid— ja Neid, lag zer⸗ ſchmettert neben Dir. Von dem Augenblick


