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Stunde, doch noch immer konnte Holger keine Worte finden, er ſah ſtumm und faſt duſter vor ſich hin. Woldemar bemerkte ſeine ſonder⸗ bare Unruhe.
„Biſt Du unwohl?“ fragte er beſorgt. „Du haſt den ganzen Abend nur ſehr wenig geſprochen und faſt keinen Wein getrunken.“ „Es war,“ erwiederte Holger ohne aufzu⸗ ſehen,„es war mir unmoͤglich in der Ge⸗
genwart der Anderen, ich muß erſt mit Dir allein trinken.“— Er ſprang raſch auf und holte ein Paar zur Seite geſetzte Bouteillen hervor;—„aber willſt Du auch mit mir trinken?“ 6
„Welche Frage!“ ſagte Woldemar mit Waͤrme;„mit wem lieber?“
Iſt es Dein Ernſt?“ fuhr Solzer— und brach gewaltſam in Thraͤnen aus.„Ich verdiene es nicht. Nein! nein! ich fuͤhle es tief, Du mußt mich haſſen.“
„Dich?“ rief der Gefaͤhrte und ſprang ſo heſtig auf, daß ein ſtechender Schmerz das


