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Die Wüste in Paris : Novelle / Nach d. Franz. d. Damen Marie d'Heures u. Renée Roger frei bearb. von L. Kruse
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bis zur folgenden Nacht ſäumen. Seine Ab⸗ weſenheit durfte nicht bemerkt werden; es würde gar zu ſchwer ſeyn, einen Anlaß dazu zu erfin⸗ den, und obgleich entſchieden, Verzicht auf Ma⸗ rien zu leiſten, ſcheuete er ſich dennoch, ſie zu betrüben.

Ein Paar Stunden waren ihm ja genug; er wollte ſogleich zurückkehren, und wer weiß, welche Veränderungen jeder Tag herbeiführen könne? Die Langeweile war ja ſchon auf al⸗ len Geſichtern gemalt; ein Wort vermochte ja die Freiheit wieder zu bringen; jeder Augen⸗ blick könnte ja das lockere Band löſen; Marie ſelbſt vielleicht würde die erſte ſeyn, es zu ver nichten!

Marie? Nein! Eugen ertappte ſich in einem Seufzer.Verhängnißvolle Wiüſte! ſtüſterte er bei ſich.O Marie! Du biſt noch wie immer, liebenswürdig! Sie iſt unverän⸗ dert! Ja! Ja! Sie iſt nur zu vollkommen! Gott! welcher Vorwurf! und das iſt der ein⸗ zige, den ich ihr zu machen habe!

Die Wuͤſte. 7