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ſchwollenen Augen und einen Brief in der Hand,
lebhaft zu ihr hineintrat. Marie wurde bei ihrem Anblick auch bleich und zitterte; allein die erſten Worte der ärmen Frau verbannten ſo⸗ gleich jeden Schatten von Unwillen.
„Ich habe Sie beleidigt, Madame,“ begann Amelie,„und doch ſind Sie es allein, der ich mich mit Vertrauen nähern darf. Stoßen Sie mich nicht zurück; ja, ich habe gewähnt, an einer unſeligen Coquetterie Vergnügen zu finden. Mein Gatte flieht, verſtößt mich; er glaubt mich ſtrafbar; und dennoch fühle ich, daß ich ihn allein geliebt habe; ich habe einen höchſt unbe⸗ dachtſamen Schritt gethan; jedoch iſt nur der Schein gegen mich. Sagen Sie mir, was ich thun ſoll, um ſein Herz wieder zu gewinnen?“
„„Ein aufrichtiges Geſtändniß!““ erwie⸗ derte Madame de Loſtanges,„und ein in der Zukunft untadelhaftes Benehmen wird gewiß Herrn de Lehon erweichen.““
„Aber er verlüßt mich, und verbietet mir, ihm zu folgen!“ verſetzte Amelie beinahe


