und beleuchtet, vor ihrer Seele, und wandten ſich— ſonderbar genug— zum erſten Male vom Koͤnig ab, um feindlich gegen die unſchuldige Braut aufzutreten. Ich will ſie alle Beide ſe⸗ hen!— ſagte ſie bitter und rieb die weiße Stirn mit der flachen Hand, als könne ſie ſo den ver⸗ worrenen Knäuel der inneren Gedanken ausglät⸗ ten— Ich will ſie Beide ſehen! Es gilt, wer von uns den großten Triumph davon tragen wird.—
Wirklich ſchien atz gaͤbe dieſer ſpät ge⸗ faßte Entſchluß ihren muͤden Augen die lang erſehnte Ruhe; denn ſie blieben von nun an ge⸗ ſchloſſen, als müßten auch ſie, wie ihr ganzes Weſen, neue Kräfte ſammeln, um an dem bald hervorbrechenden Morgen mit wnan Ge⸗ walt zu ſtrahlen.
Guſtav, der ſich am beſten unter jreie Him⸗ mel zu ſammeln pflegte, war durch einen kurzen Ritt vor die Stadt wieder zur Ruhe und Hal⸗ tung gekommen. Als er zuruͤckkam, fand er ſchon den Schwiegervater und den Freund bei ſeiner Gemahlin.— Sie begruͤßte ihn mit der einfachen Ruhe und Freundlichkeit, die von inne⸗


