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Sieben Jahre. Ein Beitrag zu der geheimen Hofgeschichte eines nordischen Reiches. Aus der Mappe eines verstorbenen Diplomatikers. Th 2
Entstehung
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„Von einem Gegenſtande, der mir doch ſehr auf dem Herzen liegt,“ ſagte unter andern Axel, „ſchweigſt Du gänzlich. Es war mir auf mei⸗ ner Herreiſe beſonders feierlich und wehmůthig zu Muthe, wenn ich daran dachte, daß ich hier das Grab unſrer ſo wenig beachteten Mutter mit kindlichen Gefuͤhlen beſuchen ſollte, und bis jetzt, obgleich ich ſchon wieder an die Abreiſe denke, habe ich dieſer frommen Obliegenheit gar nicht erwähnt. Giebt es keine Capelle hier im— oder liegt ſie nicht hier begraben?“

„Allerdings ruht hier ihre Aſche:“ edun Hedwiga mit niedergeſenkten Augen,„und Du wirſt Dich daher wundern wenn ich Dir ſage, daß ich ihr Grab noch nie beſucht. Obgleich die alte Burgcapelle ſchon ſeit einer Reihe von Jah⸗ ren nicht mehr zum Gottesdienſt benutzt wird, dem wir in einer entfernten Kirche, von einem ſeichten, alltäglichen Prediger verſehen, freilich nur ſelten beiwohnen, iſt die Leiche doch in das un⸗ ter der Capelle ſich befindende Erbbegräbniß der Familie beigeſetzt worden. Ich habe auch mehr⸗ mals den Verwandten den Wunſch geaͤußert, an ihr Grab hinzutreten. Es iſt der einzige, auf