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Unwillen, Verlangen den Freund nicht zu ver⸗ rathen, und ihm dagegen nützlich zu werden, gaben ihm Faſſung wieder und Kraft zur Ver⸗ ſtellung. Er reichte dem Buben ſchweigend die Hand hin, nachdem er ſich auf den niedern Theil des Felſenſtuͤcks hingeworfen, an dem der Hund noch gebunden hing. Der Kleine ergriff emſig das zerriſſene Tuch, kniete vor ihm nieder, und hielt die verwundete Hand ſo, daß er ſie mit dem ganzen Leibe bedeckte, und es Guſtav, deſſen Gedanken in dieſem Augenblicke nur mit dem Freunde beſchaͤftigt waren, unmöglich wurde, genau zu bemerken, was er mit derſelben vorhatte. Er zog naͤmlich eine ſchmale kleine Binde und einige Kräuter behend hervor, druͤckte das Blut gelinde aus der Wunde, während dem er einige Tropfen davon in eine kleine Phiole
auffing, die er heimlich aus dem Buſen gezogen,
und verſteckt zwiſchen den Fingern hielt. Dann legte er die Kraͤuter auf die Wunde, welche wun⸗ derbar genug nach einem Augenblicke alle Schiner⸗ zen derſelben wegnahmen, und wickelte endlich die Binde um die Hand, nachdem er das Tuch nebſt der Phiole wieder in den Buſen verborgen.


