— 215—
fand ich ihn ſchoͤn, denn er war mir gnaͤdig.— Gnaͤdig?— Pfui! des Sklavenworts,— gut war er mir, und iſt es noch. Die Jahre in ſeiner Naͤhe verlebt ſchwanden begluͤckt dahin, und doch mußte die Abſchiedsſtunde, die unvergeßlichſte, die begluͤckendſte ſeyn.— Nie werde ich ſie vergeſſen. Als er ſich endlich entſchloſſen, meine ſehnlichſten Wünſche in Erfüllung zu bringen und mir die Reiſe in's Ausland geſtattete, wohin tauſend Stimmen den lehrbegierigen Jungling riefen, und mir die Erlaubniß dazu mittheilte, fugte er hinzu: Doch unterſtützen will ich Dich nicht. Dem Sohne des ſtolzen Grafen Silfverkron wird es an Muth nicht fehlen Gerechtigkeit zu fordern, und Gerechtigkeit macht Dich reich.— Aber ich, Dein König, will Deiner Forderung zuvorkom⸗ men und belehne Dich auf's Neue mit den Gü⸗ tern, welche die Leidenſchaften und Unvorſichtig⸗ keiten Deines Vaters an die Krone verloren.— Genieße während der Reiſe ihre Einkünfte; die Beſitznehmung harret Deiner bei Deiner Ruͤck⸗ kehr.— Gehe ſtolz wie Dein Vater, und kehre ſtoz wie er, der treueſte Sohn des Vaterlan⸗ des, der Freund Deines Konigs, zuruͤck!—


