aber das bleiche lächelnde Angeſicht einer entſchla⸗ fenen Geliebten, eines väterlichen Freundes! Sanftere Trauerbilder aus der Geſchichte ſeines Landes, die heiligſten Erinnerungen aus ſeinem eigenen kleinen Leben, daͤmmerten vor ihm auf. Er warf ſich auf das weiche Moos nieder und ließ durch den Anblick der ringsum ſtillen Gegend, durch die breite ſilberne Bahn, die der Mond uͤber den kaum bemerklichen Wellen des großen See's bildete, und die ſich vor ſeinem Blicke mei⸗ enlang, als eine glaͤnzende Brucke zu Ehre und Ruhm, bis an den Horignt ausdehnte,— im Inneren beſchwichtigt, ſeine fruheſte Kindheit, ſeine gluͤcklichen Jugendjahre an ſich vorbeiziehen.
Zuerſt freuete er ſich des alten beruͤhmten Geſchlechts, von dem er der letzte lebende Spröß⸗ ling war, und deſſen Bluͤthenzeit, nach einem langen erſtarrenden Winter, er mit frohlichem Muthe wieder zu erneuern hoffte.„Kein Ver⸗ brechen, das verbuͤrgt mir die Geſchichte,“ ſagte er zu ſich ſelbſt,„hat ſeinen fruͤheren Glanz ver⸗ dunkelt; aber ich leugne es nicht, vielleicht theils Ubuth, theils Neid, und vor allem Mißgunſt eiferſuͤchtiger Herrſcher— denn meine
.


