fruͤh beraubt, ſcheint es Dir doch an nichts zu fehlen; und ich, der ich noch Eltern, noch ein Vaterhaus beſitze, kann nicht ohne Schwermuth zuruͤckdenken. Muß denn der Menſch erſt recht einzeln ſtehn, um froh und unabhaͤngig ſeyn zu können?“
Unter ſolchen Betrachtungen näherte er ſich dem Hauſe des gemeinſamen Freundes. Ave Ma⸗ ria war laͤngſt vorbei, und der Abend ſtockſinſter. Axel zuͤndete daher, nach roͤmiſchem Gebrauche, ſein Stümpfchen Wachslicht bei dem Pizzicornolo, dem Hauſe gegenuͤber, an, um die unangenehme Reiſe ins vierte Stock, die dde ſteinerne Treppe hinauf, mit aller Sicherheit antreten zu konnen. Er hatte aber kaum den halben Weg zuruckge⸗ legt, als ein heftiger Windſtoß durch die zerbro⸗ chenen Scheiben des Treppenfenſters die Kerze ausblies, mochte jedoch nicht herunter gehen um ſie noch einmal anzuſtecken, ſondern ſetzte ſeine Reiſe in die Höhe, vor ſich tappend, fort. Als er endlich, ſeiner Meinung nach, die Thuͤre des Freundes erreicht hatte, klopfte er leiſe an.
Faſt in demſelben Augenblicke ward der Schie⸗ ber vor der kleinen Oeffnung mitten in der Thuͤre


