„Ja!“ entgegnete ich,—„allein wie konnte ich es anders machen? wie konnte ich nur ein Wort mehr ſagen, ohne Euch unwiderbring⸗ lich von einander zu reißen? Und bei dem ewigen Gott, Eure Herzen gehoͤren zuſammen!
Ich kenne ja beide.“
Die Muͤhe, die es mir koſtete, Beider Erſtaunen, die Scham der Tante, die Verle⸗ genheit des Freundes zu bezwingen, laͤßt ſich nicht beſchreiben; doch als die erſten peinlichen Minuten voruͤber waren, ging es ſchon beſſer. Ich ſetzte mich zwiſchen ſie, bat mir ein tiefes Schweigen von Beiden aus, und nun erzaͤhlte ich ihnen offenherzig und treu den ganzen Zu⸗ ſammenhang; die Geſchichte meiner Tante, die ich nur leicht beruͤhrte, weil ich dem Freunde ſchon vorher den ſpaͤteren Theil der⸗ ſelben ſehr umſtaͤndlich berichtet hatte, machte jetzt, da er die eigene Geliebte darin erkannte, einen tiefen Eindruck auf ihn. Beſonders als ich mit der Verſicherung endete:„Sie hat Sie immer geliebt!“


